Volumen
Die Zusammenfassung der Software ACDSee, die ich für die Verwaltung meiner Bilder verwende, zeigt die beeindruckende Zahl der Images, die sich in den vergangenen Jahren angesammelt haben. 165 000 Bilder, mehr als 200 erfasste Kameras und eine 20,4 GB große Bilddatenbank lassen den Umfang an Bildern erahnen, die sich über viele Jahre und mehr 50 Fernreisen entstanden sind. Und dabei sind nur Bilder im JPEG-Format in der Datenbank enthalten, etliche zehntausend RAW-Bilder liegen auf anderen Speichermedien und werden durch die Software nicht erfasst.
Angesichts dieses Volumens an Bilddateien bedarf es eines speziellen Vorgehens, Bilder nach dem Auslesen der Speicherkarten zu organisieren, d. h., zu speichern, zu bearbeiten und zu archivieren.
Übernahme der Bilder auf den PC
Die auf den Speicherkarten abgelegten Bilddateien werden am PC zunächst in ein temporäres Verzeichnis geschrieben. In diesem Verzeichnis sind die Bilder nach Datum sortiert und jeweils als JPG- und als RAW-Datei enthalten. Die auf dem externen Sicherungsmedium NEXTODI enthaltenen Dateien werden nur dann verarbeitet, wenn sich defekte Dateien auf der Speicherkarte befinden.
Die über das Smartphone erstellten Fotos werden automatisch in den Fotospeicher von Amazon geladen. Während der Umfang der Videodateien beschränkt ist, gestattet Amazon den Prime-Kunden die Speicherung einer unbegrenzten Anzahl von Bilddateien.
Der große Vorteil der Sicherung über Amazon ist die Unabhängigkeit vom jeweils verwendeten Smartphone. Derzeit enthält mein Fotospeicher ca.
13 000 Fotos von 13 verschiedenen Smartphones im Zeitraum zwischen 2017 und heute.
Allerdings existieren auch einige, teils gewichtige Nachteile:
- Die Speicherung der Fotos in der Cloud ist ein freiwilliges Angebot von Amazon, auf das der Anwender keinen vertraglichen Anspruch hat. Dass dieses Angebot zeitlich begrenzt sein kann, hat Amazon mit dem Einstellen des kostenlosen Cloud-Speichers Amazon Drive gezeigt.
- Ein Download des gesamten Fotospeichers ist technisch nicht möglich. Bilder können nur einzeln, tageweise oder in begrenzter Zahl heruntergeladen werden. Ein Download des gesamten Fotospeichers kann damit zu einer äußerst zeitraubenden Angelegenheit werden.
- Und natürlich gibt es Vorbehalte gegen die Speicherung der Bilder in einem Cloud-Dienst, wobei unklar ist, wer im Einzelnen Zugriff auf diese Bilder hat.
Ähnliche Überlegungen gelten auch für die Fotospeicher von Google oder Microsoft.
Ich verwende den Amazon-Speicher daher ausschließlich als Backup-Medium; alle relevanten Bilder lade ich aus der Cloud herunter und speichere die Bilder offline auf meinem PC.
Speicherkonzept
Desktop-PC
Für die Speicherung der Bilddateien wird ein mehrstufiges Speicherkonzept verwendet.
Fotos und Videos bearbeite ich auf einem separaten PC. Dieser verfügt über eine Festplatte, auf der ausschließlich Bilddateien im JPEG-Format gespeichert sind.

Das Bild zeigt meine Verzeichnisstruktur am Beispiel einer Kreuzfahrt über die Kanaren im Jahre 2025. Alle JPEG-Bilddateien liegen auf einer Festplatte (G:), auf der es nur das Verzeichnis »Digitalfotos« gibt. Innerhalb dieses Verzeichnisses sind Unterverzeichnisse für jedes Jahr (»2025«) angelegt. Die JPEG-Bilder von Urlaubsreisen sind in einem Verzeichnis mit Datum des ersten Urlaubstags und dem Reiseort (»20250213 Kanaren Kreuzfahrt«) und Unterverzeichnissen mit dem jeweiligen Tagesdatum der Reise gespeichert, in denen die Bilddateien der Kamera liegen.
Weitere Unterordner betreffen Routendarstellungen, die aus Amazon Foto heruntergeladenen Smartphone-Aufnahmen und gescannte Dateien wie in diesem Fall die Tagesprogramme.
Die JPEG-Bilddateien werden für die Organisation der Fotos und der Bildinformationen verwendet. Alle weiteren Bilddateien lagern auf einem Netzwerkspeicher (NAS).
QNAP-NAS
RAW-Dateien und alle Dateien, die bei der Erstellung von Fotobüchern entstehen, werden auf einem Netzwerkspeicher (NAS) von QNAP archiviert.

Das Verzeichnis Foto ist ein Archivverzeichnis, in dem Bilddateien gespeichert werden, die nicht regelmäßig verwendet werden:
- Verzeichnis Fotobuch: Alle Dateien aus meinen Fotobuch-Projekten. Hierzu berichte ich in einem separaten Blog.
- Fotos – ARW: RAW-Bilddateien von Sony-Kameras. Hier liegen auch die RAW-Dateien von der Kanarenkreuzfahrt 2025.
- Fotos – DNG: Bilddateien im Adobe-Format
- Fotos – DXO: Bilddateien nach Bearbeitung mit der Software DXO (siehe hierzu den künftig erscheinenden Blog Bildverarbeitung)
- Fotos – JPEG: Kopie des Verzeichnisses »Digitalfotos« auf dem PC
- Fotos – NEF: RAW-Dateien von NIKON-Kameras
- Fotos – RW2: RW-Dateien von Panasonic-Kameras.
- Fotos – TIFF: Bilddateien von einem Fotoscanner
Organisation der Bilder
Nachdem die JPEG-Dateien in die entsprechenden Verzeichnisse eingestellt wurden, werden in einem nächsten Schritt die Bilddateien in der Software ACDSee Photo Studio bearbeitet. Diese Software verwende ich seit vielen Jahren zur Organisation meiner Bilddateien. Die Software bietet eine Vielzahl von Funktionen zur Bearbeitung von Bildinformationen, zur Bearbeitung von Bilddateien und neuerdings auch KI-gestützte Funktionen, etwa zur Gesichtserkennung. Ich verwende ACDSee hauptsächlich für die Organisation der Bilder, die Pflege der Bildinformationen und Stapel-Verarbeitungsfunktionen, etwa um Datum und Uhrzeit von Bildern zu ändern, falls ich das Umstellen des Aufnahmedatums in der Kamera selbst vergessen habe.
Nachdem ACDSee die neuen Verzeichnisse eingelesen hat, die Bildinformationen in die Datenbank geschrieben und Vorschaubilder erstellt hat, werden in einem nächsten Schritt die Bildinformationen ergänzt.
Durch die Apps „Creator´s“ und „Imaging Edge“ werden während einer Reise fortlaufend GPS-Informationen in die EXIF-Metadaten der Fotodateien geschrieben. Diese GPS-Daten bzw. der Aufnahmestandort werden in der Software ACDSee in einem Kartenfenster angezeigt.
Manuell wird das Feld „Beschriftung“ in den Metadaten der Software ACDSee gefüllt. Hier trage ich den Standort oder das Objekt ein, das auf dem Bild zu sehen ist. Im Beispiel handelt es sich um eine Fahrt durch den Skipper Canyon in Neuseeland. Der manuelle Aufwand reduziert sich, da mit einem Doppelklick auf den gelben Punkt alle Bilder mit dem gleichen Standort (hier 38 Bilder) markiert und mit einem Eintrag gepflegt werden können.
Zudem sortiere ich bei diesem Durchgang alle Bilder aus, die sich bei der Durchsicht an einem großen Bildschirm als missglückt, unscharf oder falsch belichtet erweisen oder die doppelt sind. Weitere Bearbeitungsschritte nehme ich zunächst nicht vor. Nach dem Sortieren und der Beschriftung aller Bilddateien ist die Verwaltung der Bilder zunächst abgeschlossen.
Sicherung und Archivierung
Bei den Sicherungen der Bilddateien und der anderen mit der Bildverarbeitung in Zusammenhang stehenden Daten wird unterschieden in
- tägliche und termingesteuerte Sicherung,
- anlassbezogene Sicherung
- Auslagerung von Sicherungsmedien
Die Verzeichnisse auf der QNAP-NAS werden nicht täglich, sondern monatlich auf externe Festplatten gesichert. Hierzu sind in der QNAP-APP »HBS 3« (Hybrid Backup Sync) Jobs eingerichtet, die zeitgesteuert starten.
Diese Sicherungen verhindern den Verlust von Daten bei Defekt eines Geräts oder einer Festplatte. Sollte mein gesamtes Equipment in Mitleidenschaft gezogen werden (z. B. nach einem Feuer- oder Wasserschaden), wären meine gesamten Bilder verloren. Daher habe ich alle Archivzeichnisse und das Verzeichnis »Digitalfotos« auf eine externe Festplatte kopiert und ein Bankschließfach ausgelagert.